Holzhaus Ratgeber

Holzhaus finanzieren

Holzhaus finanzieren: Das sollten Sie wissen!

Bei der Finanzierung handelt es sich um das Fundament eines jeden Bauprojektes. Ziel muss es sein, alle benötigten Geldmittel zu möglichst vorteilhaften Konditionen zu erlangen. So soll die Kostenbelastung idealerweise gering ausfallen und die Kredittilgungen erlauben ein hohes Maß an Planbarkeit. Wer ein Holzhaus bauen bzw. finanzieren möchte, sollte die Angebote verschiedener Banken vergleichen, da sich teils erhebliche Unterschiede bei den Konditionen zeigen. In den letzten Jahren sind Direktbanken eine beliebte Alternative für die Baufinanzierung geworden, da sie oft günstigere Konditionen anbieten. Und letztlich sind abgesehen vom vorhandenen Eigenkapital alle staatlichen Förderoptionen zu prüfen. In diesem Sinn versteht sich der folgende Beitrag als kompakter Ratgeber für die Finanzierung eines Holzhauses.

Grundsätzliches zur Finanzierung eines Holzhauses

Im Wesentlichen gibt es bei der Holzhausfinanzierung keine Unterschiede im Vergleich zu einem Massivhaus. Kredite bzw. Darlehen bilden die Basis, um ein Grundstück erwerben und die gesamten Baukosten tragen zu können. Genau wie bei Massivhäusern empfehlen Finanzierungsexperten eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 %, besser sogar Richtung 30 %. Hintergrund ist, dass eine höhere Eigenkapitalquote die Bonität des Kreditnehmers verbessert. Abgesehen von der Kreditfinanzierung kommt für ein Holzhaus auch die Beleihung als Alternative in Betracht.

Die Rahmenbedingungen sind deutlich besser geworden

In den letzten Jahren hat sich in Deutschland mit Blick auf die Finanzierung von Holzhäusern viel verbessert. Bis vor wenigen Jahren war dieser Haustyp im Gegensatz zu seiner Heimat Skandinavien noch nicht wirklich verbreitet. Daher konnte es vorkommen, dass einzelne Banken die Finanzierung eines Holzhauses ablehnten. Insbesondere bei Direktbanken war das nicht unüblich. Es fehlten schlichtweg Wissen und Erfahrungswerte. Durch die Brennbarkeit von Holz wurde davon ausgegangen, dass ein Holzhaus in puncto Finanzierung risikoreicher ist. Mittlerweile aber hat sich die Qualität von Holzhäusern auf einem Sicherheits- und Haltbarkeitsniveau angesiedelt, das Massivhäusern in nichts mehr nachsteht. Insofern dürfte es bei den meisten Banken kein Problem sein, einen Kredit bzw. ein Darlehen für ein Holzhaus zu erhalten (Bonität wird natürlich vorausgesetzt). Einzig bei Direktbanken kann es immer noch zu Problemen mit der Finanzierung eines Holzhauses kommen.

Holzhaus finanzieren: Was Sie beachten sollten

Sie sollten sich definitiv mehrere Angebote einholen, um die Kosten und Konditionen direkt miteinander vergleichen zu können und insgesamt handlungsfähiger zu sein. Ist eine Finanzierung auf viele Jahre angelegt, so können kleine Abweichungen beim Zinssatz enorme finanzielle Auswirkungen haben. Sollten Sie auf Vorbehalte bei der Finanzierung Ihres Bauprojektes stoßen, können Sie auf einen anderen Anbieter wechseln, wenn Sie von Beginn an auf eine breite Auswahl setzen.

Besonders beachten sollten Sie die monatlichen Zahlungen (Annuitäten), die ohne Probleme mit dem Haushaltseinkommen zu bewältigen sein sollten. Was die Finanzierungskonditionen angeht, so rücken der effektive Jahreszins und die Restschuld in den Fokus. Gerade die Restschuld sollte so gering wie möglich ausfallen, da eine Anschlussfinanzierung in der Regel sehr teuer ist. Was die Zinsen angeht, so sind Optionen mit oder ohne feste Bindung zu prüfen. In Zeiten niedriger Zinsen, wie es seit einigen Jahren der Fall ist, sind feste Zinssätze ein wirksamer Schutz vor möglichen Steigerungen.

Holzhaus Finanzierung ohne Eigenkapital?

Als Alternative zur üblichen Vollfinanzierung mit einer Eigenkapitalquote zwischen 20 und 30 % ist in den letzten Jahren auch die Finanzierung ohne Eigenkapital salonfähig geworden. Mit dieser Variante können sich auch Menschen ein Haus leisten, die kein nennenswertes Eigenkapital aufbringen können. Für Selbstständige ist diese Form der Finanzierung aber schwierig zu nutzen. Im Einzelfall ist zu prüfen, welche Mittel als Eigenkapitalersatz fungieren könnten. Die aktuellen Erfahrungen zeigen, dass sich eine Holzhaus Finanzierung ohne Eigenkapital nur sehr schwer umsetzen lassen wird. Flexibler Spielraum lässt sich in der Regel aber immer nutzen, denn die Eigenkapitalquote wird von Bank zu Bank unterschiedlich berechnet. Insofern müssen nicht unbedingt 20 % der Gesamtkosten für den Bau eines Holzhauses auf Konten etc. zu finden sein. Gerade bei einem Holzhaus in Fertighausbauweise ist es eine gangbare Option, Eigenleistungen (z.B. bei einem Bausatzhaus) mit in die Berechnung der Eigenkapitalquote einfließen zu lassen. Eine persönliche Beratung sollte auf jeden Fall genutzt werden, um im korrekten Fall alle nutzbaren Optionen auf den Tisch zu legen.

Finanzierung auf eine möglichst breite Basis stellen

Generell muss es mit Blick auf eine größtmögliche Sicherheit bzw. Planbarkeit das Ziel sein, die Finanzierung auf eine breite Basis zu stellen. In dieser Hinsicht rücken staatliche Förderoptionen in den Fokus. Wenn Sie für den Bau eines Holzhauses energetische Maßnahmen berücksichtigen, können Sie das breit gefächerte Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) nutzen. Je nach Standard stehen Ihnen im Programm unterschiedlichste Zuschüsse und Kredite zur Verfügung, die in der Regel sehr zinsgünstig sind. Für die Holzhaus Finanzierung sollten Sie sich also keinesfalls nur an Banken wenden. Es gilt, das Angebot der KfW genau zu prüfen und die Baupläne mit verschiedenen Energiestandards abzugleichen.

Auch das Förderprogramm der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sollten Sie auf dem Schirm haben. Generell gilt mit Blick auf KfW Förderkredite: Je energieeffizienter ein Holzhaus ist, desto höher können erstrebenswerte Tilgungszuschüsse ausfallen. Um sich einen besseren und vor allem aussagekräftigen Überblick zu verschaffen, ist ein Fördermittelcheck zu empfehlen. Diesen können Sie online durchführen. Er sollte aber auch Teil einer professionellen Fachberatung sein, um das Projekt 'Holzhaus bauen' von Beginn an auf eine belastbare Basis zu stellen. Wichtig in Bezug auf Fördermittel von der KfW ist, dass diese über die Hausbank vor der Aufnahme der Bauarbeiten angefordert werden. Eine nachträgliche Nutzung ist ausgeschlossen. Das zeigt letztlich nur, dass eine individuelle Finanzierungsstrategie für ein Holzhaus stehen sollte, bevor mit dem Bau angefangen wird.

Qualität ist bei der Finanzierung sicher hilfreich

n Sachen Werterhalt und Beständigkeit haben Holzhäuser längst Standards erreicht, die alternativen Massivhäusern in kaum etwas nachstehen. Das zeigt sich exemplarisch daran, die die Brandschutzklassen A & B sowie die einschlägigen Feuerstandsklassen (F30/F60 & F90) für sämtliche Bauweisen gelten. Rein baulich gesehen gibt es keinen Grund für eine Bank, die Finanzierung eines Holzhauses abzulehnen. Mittlerweile hat sich das so genannte RAL-Gütezeichen 422 zu einem anerkannten Nachweis für die Sicherheit eines Holzhauses entwickelt. Wenn Sie beim Holzhausbau auf Qualität setzen und mit diesem Siegel Robustheit nachweisen können, werden Sie in der Regel keine Probleme mit der Finanzierung haben.

Wer dieses Gütezeichen verweisen kann, ist auf kein Gutachten angewiesen. Teilweise kann es in der Praxis vorkommen, dass angehende Bauherren ein Gutachten vorlegen müssen, um die Sicherheit eines Holzhauses (vor allem mit Blick auf den Brandschutz) nachzuweisen. Banken haben von Natur aus ein Interesse, das Risiko bei der Finanzierung so gering wie möglich zu halten. Daher ist ein qualitätsorientiertes Gütezeichen als ergänzendes Gegenstück zur Bonität des Bauherren zu sehen. Wer also auf einen erfahrenen und renommierten Anbieter für Holzhäuser setzt, dürfte mit einer individuellen Finanzierungsstrategie keine Probleme bekommen. Im Leistungsspektrum ist ohnehin eine ausführliche Finanzierungsberatung vorgesehen, sodass angehende Bauherren mit Fragen und Problemen rund um die Finanzierung nicht alleine gelassen werden.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Ihnen für die Finanzierung eines Holzhauses die gleichen Möglichkeiten offenstehen wie bei einem Massivhaus. Bei wenigen Anbietern (insbesondere bei Direktbanken) kann es zu Vorbehalten kommen, die Sie aber durch das angesprochene Gütezeichen in der Regel ausräumen können. Durch die wachsende Beliebtheit von Holzhäusern stellen sich immer mehr Banken auf diesen nachhaltigen Trend ein. Um das Bauvorhaben auf eine breite und möglichst zinsgünstige Basis zu stellen, sollten Sie auch das Förderprogramm der KfW in Anspruch nehmen. Sie können so die Zinsbelastung zum Teil deutlich senken und in langer Hinsicht bares Geld sparen, da die laufenden Energiekosten durch energetische Maßnahmen deutlich geringer ausfallen.Nutzen Sie eine professionelle Fachberatung, um die Finanzierung eines Holzhauses auf eine planbare Basis zu stellen. Nach einem ersten Gespräch sind es oft nur noch wenige Schritte, bis der Traum vom eigenen Haus konkrete Züge annehmen kann!

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